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Löschen eines defekten Debian-Paketes

28. Oktober 2018 - Lesezeit: 1 Minuten

Wie löscht man ein Paket auf einem Debian-System, dass sich nicht mehr auf dem normalen Weg deinstallieren lässt?

Da ich das Problem gerade auf meinem Rechner hatte, möchte ich hier ein kleines HowTo schreiben, da es hiermit bei mir klappte.

Das war die Fehlermeldung:

dpkg: error processing mysql-server-core-5.7 (--remove):
subprocess installed pre-removal script returned error exit status 127

Abhilfe schaffte hierbei der folgende Befehl:

sudo dpkg --remove --force-remove-reinstreq PACKAGE_NAME

Jetzt alle Informationen zum Paket nach tmp verschieben:

sudo mv /var/lib/dpkg/info/PACKAGE_NAME.* /tmp/

Und anschliessend nochmal:

sudo dpkg --remove --force-remove-reinstreq PACKAGE_NAME

Jetzt kann das Paket erneut installiert werden. Viel Glück


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Netzwerk scannen mit nmap - Linux

17. September 2018 - Lesezeit: 1 Minuten

Ein Netzwerk zu scannen geht unter Linux recht einfach und auch sehr schnell. Ihr benötigt das kleine Programm "nmap", welches sich unter Debian mit folgendem Befehl installieren lässt:

sudo apt-get install nmap -y

Das wars schon zur Installation, jetzt lasst uns das lokale Netzwerk scannen. (Vorsicht! Öffentliche Netzwerke zu scannen könnte eine strafbare Handlung sein, daher lassen wir das lieber.)

nmap 192.168.178.1-254

Nach einigen Sekunden gibts die Ergebnisse des Scans präsentiert. Gefunden werden alle aktiven Netzwerkkomponenten in Eurem Netzwerk, also auch evtl. verbaute Steckdosen, Lampen, etc.

Ihr könnt natürlich noch andere Scans durchführen, eine ausführliche Beschreibung von nmap bekommt Ihr mit dem Befehl:

man nmap

Dies ruft die ManPage (Beschreibungsseite oder einfach Hilfsseite) des Programms auf, unter anderem auch mit Beispielen im unteren Teil.

Viel Spass beim Scannen


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Raspberry Pi als WLAN-Accesspoint

17. September 2018 - Lesezeit: 2 Minuten

Einen RaspberryPi kann man relativ einfach als Hotspot / AccessPoint einrichten. Noch einfacher klappt das mit einem Pi 3B+ , er hat WLAN und Ethernet schon an Board.

Als erstes muss das Programm hostapd installiert werden, das geht so:

sudo apt install hostapd -y

Damit verbunden ist die obligatorische Konfigurationsdatei. Diese liegt unter /etc/hostapd/

sudo vi /etc/hostapd/hostapd.conf

(natürlich geht auch nano, sudo nano /etc/...) Hier wird folgendes eingetragen:

interface=wlan0
ssid=WLAN Netz Name
hw_mode=g
channel=6
macaddr_acl=0
ignore_broadcast_ssid=0
auth_algs=1
wpa=2
wpa_passphrase=Streng!Geheimes*WLAN-Passwort
wpa_key_mgmt=WPA-PSK
wpa_pairwise=TKIP
rsn_pairwise=CCMP

Danach in den "autostart" eintragen mit:

sudo vi /etc/default/hostapd

Die Zeile suchen beginnend mit #DEAMON_CONF Diese ändern in:

DEAMON_CONF="/etc/hostapd/hostapd.conf"

Damit sagen wir hostapd wo die Konfig liegt. Diese könnten man natürlich auch woanders liegen haben, dann aber bitte den kompletten Pfad angeben.

Jetzt muss noch den Interfaces (wlan0 und eth0) eine feste IP zugewiesen werden, wobei eth0 dabei auch auf DHCP stehen kann, sprich, sich eine IP vom DHCP-Server besorgt (FritzBox, etc.). Dies konfiguriert man in der Datei:

sudo vi /etc/network/interfaces

Hier wird folgendes eingetragen:

allow-hotplug wlan0
iface wlan0 inet static
  address 192.168.179.1
  netmask 255.255.255.0
auto eth0
iface eth0 inet dhcp

Jetzt brauchen wir noch ein kleines Programm, das später die IP-Adressen vergibt. Hierzu nehmen wir isc-dhcp-server .

sudo apt install isc-dhcp-server

Die zugehörige Config liegt unter:

sudo vi /etc/dhcpcd/dhcpcd.conf

Hier wird folgendes eingetragen:

subnet 192.168.179.0 netmask 255.255.255.0 {
    range 192.168.179.10 192.168.179.20;
    option domain-name-servers 8.8.8.8, 8.8.4.4;
    option routers 192.168.179.1;
}

Kleine Erklärung, wir vergebn eine IP-Range von .10 bis .20 . Sind ergo 10 Geräte, die sich dann per WLAN verbinden können. Es kann natürlich auch eine höher Anzahl eingegeben werden statt der 20, z.B.: 100 . Damit sind 90 Geräte möglich. Dies lässt sich natürlich anhand der Subnetzmaske und des Netzes erheblich variieren (Stichwort Klasse A-Netz). Das aber nur am Rande. Nicht ausser Acht lassen sollte man die Leistungsfähigkeit eines einzelnen Raspberry Pi.

Jetzt schreiben wir den DHCP-Server in die "autostart":

sudo vi /etc/default/isc-dhcp-server

Wir suchen folgende Zeilen:

DHCPDv4_CONF=/etc/dhcp3/dhcpd.conf
DHCPDv4_PID=/var/run/dhcpd.pid
INTERFACES=""

Entfernen die # vor den Zeilen und ergänzen "Interfaces" um "wlan0".

Wir konfigurieren noch das interne Weiterleiten mit dem Eintrag:

sudo vi /etc/sysctl.conf

Hier die folgende Zeile ändern (# entfernen):

net.ipv4.ip_forward=1

Jetzt noch per iptables den Traffic von wlan0 nach eth0 weiterleiten:

sudo vi /etc/rc.local

Hier folgendes eintragen (bitte vor exit 0):

sudo iptables -A FORWARD --in-interface wlan0 -j ACCEPT
sudo iptables --table nat -A POSTROUTING --out-interface eth0 -j MASQUERADE

Das wars schon, Neustart und dann sollte der Pi als Hotspot dienen. Nicht vergessen eth0 anzuschliessen ;-)

Ob die IP-Adressvergabe funktioniert hat, prüft man mit ifconfig (alternativ sudo ifconfig)

Viel Spass beim Nachbauen


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ssh beim ersten Boot - RaspberryPi

17. September 2018 - Lesezeit: ~1 Minute

Einen SSH-Server beim ersten Booten des RaspberryPi verfügbar zu haben, ist recht einfach zu konfigurieren.

Nach dem Beschreiben der SD-Karte mit dem Raspbian-Image, einfach in den Ordner "boot" gehen und eine Datei

mit dem Namen "ssh" erzeugen. Die Datei sollte leer sein, sprich es muss nichts darin stehen.

Das wars auch schon. Jetzt die Karte in den Pi und los gehts.


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thomas eberl

Job: IT-Crypto-Spezialist
Hobby's: PHP, MySQL, HTML, CSS, PKI, RaspberryPi, Linux, Debian, Netzwerke, PGP, iOS, Android, etc. ... und natürlich auch Windows